Juniorforum in Seoul 2025
Ein Bericht aus der Arbeitsgruppe „Strategische Partnerschaft zwischen Korea und Deutschland als Antwort auf geopolitische Krisen und globale Herausforderungen“
(von Anna Hahn)
Im Rahmen des 13. Deutsch-Koreanischen Juniorforums haben wir uns in der Arbeitsgruppe 4 mit dem Thema „Strategische Partnerschaft zwischen Korea und
Deutschland als Antwort auf geopolitische Krisen und globale Herausforderungen“ beschäftigt. Dafür haben wir uns, die koreanische wie auch die deutsche Delegation, vorab zweimal online via Zoom getroffen, um mögliche Themen zu besprechen und mit der Unterstützung unseres Mentors Prof. Kalinowski gemeinsame Schwerpunkte zu erarbeiten. Im Vorfeld haben alle einzelnen Gruppenmitglieder viel zu dem Thema recherchiert und eigene Interessenpunkte herausgearbeitet, diese dann in einem gemeinsamen Dokument zusammengetragen, um dann bei den Online Besprechungen wie auch bei den Arbeitssitzungen während des Forums darauf zurückgreifen zu können.
Während unserer Vorgespräche kristallisierten sich rasch zwei Hauptthemen heraus, die beide Delegationen als besonders bedeutsam erachteten: zum einen den Aspekt Sicherheit und zum anderen das für unsere Generation sehr wichtige Thema des Klimawandels. Diese Themen konnten wir dann in den Arbeitssitzungen während des Forums vertiefen und erweitern, weshalb wir uns auf drei für uns wichtige Kernthemen einigen konnten: Nationale Sicherheit, Menschliche Sicherheit und die Klimakrise.
In unserer Handlungsempfehlung für die beiden Regierungen fordern wir daher im Bereich der Nationalen Sicherheit den Ausbau der Cybersicherheit sowie eine Unterzeichnung beider Länder des Atomwa enverbotsvertrags. Im Bereich der Menschlichen Sicherheit fordern wir gemeinsame Programme für Official Development Assistance (ODA) und die Verpflichtung der
Eindrücke aus unseren Arbeits-Sessions

Gruppenbild
Präsentation unserer Ergebnisse durch Penelope und …
Ziele für die Sustainable Development Goals (SDGs), Investitionen in den akademischen Austausch– welche die politische Bildung und öffentliche Aufklärungskampagnen ausweiten – und außerdem schlagen wir ein koreanisch-deutsches Jugendprogramm als eine zivildienstliche Alternative zum Wehrdienst vor. Im Bereich der Klimakrise fordern wir eine Beschleunigung der Investitionen in die Produktion erneuerbarer Energien sowie in nachhaltige Speichertechnologien, die Länder sollen mindestens 0,45 % des BIPs für ODA-Mittel mobilisieren und wir schlagen vor ein gemeinsames finanzielles Förderungsprogramm aufzusetzen, um Kooperationen des Privatsektors in nachhaltige Industrien zu unterstützen. Zudem war es beiden Seiten sehr wichtig, dass die junge Generation auch nachhaltig in Entscheidungen und deren Umsetzung miteinbezogen wird. Daher fordern wir auch die Einrichtung eines ständigen deutsch-koreanischen Jugendbeirats, der den Aufbau und die Weiterentwicklung der deutsch-koreanischen Strategischen Partnerschaft begleitet, um die Interessen künftiger Generationen zu gewährleisten.
Unsere Diskussionen während der Arbeitssitzungen verliefen überwiegend harmonisch, auch wenn wir gelegentlich einzelne Aspekte tiefer erläutern mussten, um ein gemeinsames Verständnis zu erreichen und um Missverständnisse zu vermeiden. Dies betraf aber dann sowohl die deutsche als auch die koranische Delegation. Durch die Unterstützung unseres Mentors konnten wir auch immer wieder zu unseren Diskussionsthemen zurückkehren, wenn wir uns dann doch das ein oder andere Mal im Detail verloren hatten.
Ein Unterschied, welcher sich bei kontroversen und eher schwierig zu diskutierenden Themen herauskristallisierte, war die unterschiedliche Diskussionskultur beider Seiten. Während die deutsche Delegation versuchte bei eher stark diskutierten Themen den Hintergrund genau zu verstehen und auch kritische Reflexionen äußerte – was die Diskussion teils verlängerte –, blieb die koreanische Delegation eher zurückhaltender und versuchte lieber beide Aspekte miteinzubauen, damit alle Seiten zufrieden waren und schneller ein Konsens gefunden werden konnte. Letztendlich hat die Zusammenarbeit trotzdem sehr gut funktioniert, und sobald eventuelle Missverständnisse oder Unklarheiten beseitigt waren, konnten beide Seiten sich immer sehr gut einigen und auch hierbei viel voneinander lernen. Wir sprachen auch nochmals über die jeweiligen kulturellen Unterschiede, die bei solchen Diskussionen aufkommen konnten, was letztendlich auch zum beidseitigen tieferen Verständnis und einem harmonischen Miteinander beitrug.
Ich persönlich konnte sehr viel aus unserer Diskussion, aber auch aus dem gesamten Forum mitnehmen. Unabhängig von kulturellen oder nationalen Unterschieden teilen wir als junge Generation viele Sorgen, Hoffnungen und Ziele für die Zukunft. Gleichzeitig vereint uns auch die Motivation, gemeinsam zu einer besseren und nachhaltigeren Welt für uns und unsere nachfolgenden Generationen beizutragen.
Eindrücke von den Eröffnungsreden
Panel-Session zum Thema „Politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Aspekte der deutsch-koreanischen Zusammenarbeit“
Zwischen den Sessions gab es die Möglichkeit sich auch informell mit den Teilnehmenden des Seniorforums auszutauschen
Diskussions- und Fragerunde




























