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Anlässlich des 50. Jubiläums des koreanisch-deutschen Kulturabkommens sowie des 120. Jubiläums der offiziellen Bekanntgabe der koreanischen Nationalhymne findet dieses Deutsch-Koreanische Konzert statt. Das Kulturabkommen vereinbarte eine Vertiefung der kulturellen Beziehungen, die sich seit 1972 erfolgreich entwickeln. In Kooperation der Koreanischen Botschaft und ihres Kulturzentrums Berlin mit der Kammersymphonie Berlin unter der Leitung von Jürgen Bruns, wird mit zahlreichen koreanischen Musikern ein gemeinsames Programm im Gedenken an die erste Nationalhymne des koreanischen Kaiserreichs aufgeführt, die vor 120 Jahren offiziell eingeführt wurde.

Aram Lee eröffnet das Konzert mit einer Uraufführung von Junehee Lim auf der „Daegeum“, einer traditionell koreanischen Bambusflöte, gefolgt vom international erfolgreichen Cellisten Isang Enders mit Schumanns Violoncellokonzert a-Moll – die FAZ beschrieb kürzlich „sein überwältigendes spieltechnisches Können und seine frühreife Auffassungsgabe“. Nach der 2. Symphonie von Ludwig van Beethoven bilden die zwei Versionen der ehemaligen Nationalhymne, einmal im Original durch ein Blasorchester und eine Version für Chor und Orchester, den Abschluss. Die Aufführung wird in Berlin von der Singakademie und in Halle vom Stadtsingechor begleitet.

Kaum einer weiß, dass der Komponist der ersten koreanischen Nationalhymne ein Deutscher war. Franz Eckert brachte als Erster die westliche Musik nach Korea: Er gründete die erste Militärkapelle nach westlichem Vorbild und lehrte die Koreaner westliche Instrumente. 1902 komponierte er die Nationalhymne, wofür er vom koreanischen Kaiser ausgezeichnet wurde. Franz Eckert war sowohl musikalisch als auch privat durch seine Familie, die dort aufwuchs, Korea sehr verbunden. Er fand seine letzte Ruhestätte auf dem Ausländerfriedhof in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul.

Sein musikalisches Wirken in Korea ließ musikalische Verbindungen zwischen beiden Ländern entstehen, die sich seit 120 Jahren vertiefen.