(von Chinwoo Yang)
Am Samstag, dem 20. Juni, durfte ich an der Feier zum 60-jährigen Bestehen der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft (DKG) in Bonn teilnehmen. Die Veranstaltung war ein besonderer Anlass, um die lange Geschichte der DKG und ihre wichtige Rolle für die deutsch-koreanischen Beziehungen zu würdigen.
Seit ihrer Gründung setzt sich die DKG dafür ein, die Beziehungen zwischen Deutschland und Korea zu stärken und den kulturellen sowie gesellschaftlichen Austausch zu fördern. Geprägt von dem Einsatz koreanischer Krankenschwestern und Bergarbeitern im Ruhrgebiet, hat sich die DKG zu einem bundesweiten Netzwerk entwickelt. Während der Jubiläumsfeier wurde deutlich, wie viele Menschen über Jahrzehnte hinweg der DKG ihr Gesicht verleihen und dazu beigetragen haben, eine enge Verbindung zwischen beiden Ländern aufzubauen.
Bereits im Vorhinein traf ich mich mit anderen Mitgliedern des Netzwerkes junge Generation Deutschland-Korea, um mit kalten Getränken der großen Sommerhitze zu trotzen. Die Gespräche waren vielfältig, über Jobperspektiven, Reisetipps in Südkorea und aktuellen Geschehnissen wie der Fußball-WM. Danach liefen wir geschlossen zum LVR-Landesmuseum in Bonn, dem Veranstaltungsort der Festlichkeit.
Auch der Botschafter der Republik Korea, Lim Sangbeom, nahm an der Feier teil und richtete ein Grußwort an die Gäste. Dabei würdigte er das langjährige Engagement der DKG und ihren Beitrag zur praktischen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Korea.
Es folgte auch eine Videobotschaft vom Ministerpräsidenten des Landes NRW, Hendrik Wüst. Auch dieser würdigte das Engagement der DKG und die dadurch entstandene starke Partnerschaft zwischen Deutschland und Korea.
Im Laufe der Veranstaltung gab es auch Gelegenheiten, verschiedene Persönlichkeiten aus dem deutsch-koreanischen Umfeld kennenzulernen und interessante Gespräche zu führen. Besonders beeindruckend fand ich die Diversität der mit der DKG verbundenen Personen, da nicht nur junge Menschen über einen Jugendaustausch mit Korea verbunden werden, sondern auch die ältere Generation über das Projekt Seniorenbrücke aktiv in die Gesellschaft eingebunden werden. Diese Gespräche zeigten, wie wichtig persönliche Begegnungen und Netzwerke für die Weiterentwicklung der Beziehungen zwischen beiden Ländern sind.
Neben den politischen und gesellschaftlichen Aspekten spielte auch die Kultur eine wichtige Rolle. Besonders schön waren die Auftritte des Chors Regenbogen-Ensemble sowie die traditionelle Tanzaufführung des Muak-Ensembles mit deren schönen Hanboks. Darüber hinaus wurde auch K-Pop durch das TownK Dance Studio mit dynamischen Tanzeinlagen repräsentiert. Die Darbietungen vermittelten einen Eindruck von der Vielfalt koreanischer Kultur und machten sichtbar, wie Kunst und Musik Menschen verschiedener Generationen miteinander verbinden können.
Zum Schluss klang der Abend im Foyer des Museums mit einem Sektempfang aus.
Für mich persönlich war die Teilnahme an dieser Jubiläumsfeier eine wertvolle und bereichernde Erfahrung. Ich konnte nicht nur einen Einblick in die Arbeit der DKG gewinnen, sondern auch erleben, wie lebendig der Austausch zwischen Deutschland und Korea ist. Besonders beeindruckend fand ich die Verbindung von Tradition, Geschichte und Zukunftsperspektiven, die während der gesamten Veranstaltung spürbar war.
Die Feier hat mir gezeigt, dass internationale Beziehungen nicht nur durch Politik und Wirtschaft entstehen, sondern vor allem durch Menschen, Begegnungen und gegenseitiges Verständnis. Ich nehme viele positive Eindrücke mit und freue mich darauf, weitere Veranstaltungen im deutsch-koreanischen Umfeld zu erleben.

















